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27.07.2016

Gericht verurteilt Schüler wegen Cybermobbing gegen Lehrer

Ein Gastbeitrag von Desiree-Denise Szitnick

In Düsseldorf hatte eine 14-Jährige Schülerin ihren Lehrer im Klassenraum heimlich fotografiert und das Bild später auf ihrer Facebook-Seite mit der Bildunterschrift „Behinderter Lehrer ever“ veröffentlich. Dafür wurde sie vom einem Gericht wegen Beleidigung ihres Lehrers zu 20 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Besonders problematisch war, dass die Schülerin das Bild nicht nur für ihre Freunde, sondern auch für die Freunde ihrer Freunde sichtbar gemacht hatte. Damit konnten viele Personen das Foto sehen.

Warum Gerichtsverhandlung statt schulinterner Strafe?

Der betroffene Lehrer hatte in diesem Fall nicht zunächst versucht, die Sache innerhalb der Schule zu klären, z.B. mit einer Ermahnung oder einer Bestrafung nach der Schulordnung. Vielmehr verlangte er sofort die Bestrafung wegen Beleidigung durch ein Gericht und stellte einen Strafantrag. So kam es, dass sich eine Jugendrichterin mit der Sache befassen musste. Es kam zu einer Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Positives Echo für dieses Vorgehen gab es von Lehrerverband und Lehrergewerkschaft. Sie fänden es richtig, dass solch ein Fall gerichtlich geklärt würde, da die Zahl solcher Konflikte zunehme. Sie hoffen, dass das Urteil eine positive Signalwirkung auslöse.
Lehrer müssten sich nicht beleidigen lassen.

Die Landesschülervertretung dagegen kritisiert, dass ein ausgebildeter Lehrer andere Möglichkeiten kennen müsste, um auf einen solchen Vorfall zu reagieren.

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